Mit Resilienz erfolgreich Krisen meistern

Resilienz im Kontext von Me-Time

Resilienz ist ein Begriff, mit dem wir immer häufiger konfrontiert werden. Verwunderlich? Nein. Ob es nun die nicht enden wollende C*****krise ist, berufliche Überlastung, kriselnde Partnerschaft oder das ewige Jonglieren von tausend To-dos als Mama – all das sind ernst zu nehmende Situationen, in denen Frau an ihre Grenzen stoßen kann.

Wir leben in einer Welt, in der die einzige Konstante der Wandel ist. Wer sich nicht anpassen kann, hat gefühlt verloren. Das mag jetzt vielleicht erstmal so klingen, als ob Veränderungen automatisch auf etwas Negatives abzielen. Dem ist selbstverständlich nicht so. Nichtsdestotrotz gilt, dass Veränderungen zunächst Unsicherheiten mit sich bringen.

Was hat das ganze nun mit Me-Time zu tun? Resilienz ist eine Kompetenz, die schon jetzt in dir steckt. Vielleicht ist sie bereits deutlich ausgeprägt, vielleicht schlummert sie nur ganz sachte in dir. In jedem Falle bedarf es Training, um sich dieser Kompetenz bedienen zu können. Und was brauchst du dafür?! Richtig, Zeit für dich, auf neudeutsch „Me-Time“.

In den folgenden Abschnitten werde ich dir en detail verraten, was es mit Resilienz ganz konkret auf sich hat. 

Es mag so offensichtlich klingen, allerdings fällt mir immer wieder auf, dass es vielen Menschen leichter fällt, einem Sport- oder Ernährungsplan zu folgen, als die innere Haltung zu trainieren. Irgendwo macht es auch Sinn, letzteres ist einfach nicht so…greifbar.

„Resilienz“ – was heißt das eigentlich?

Nehmen wir den Begriff als solchen mal näher unterLupe. Resilienz leitet sich von dem lateinischen Wort “resiliere” ab und bedeutet so viel wie: “abprallen”, “zurückspringen”.  Kurzer Physik-Exkurs: Resilienz ist die Eigenschaft eines Körpers, nach einer Verformung wieder in seinen Ursprungszustand zurückzukehren. Und was heißt das nun für dich als Mensch? Resilienz beschreibt die psychische Widerstandsfähigkeit, Krisen ohne nachhaltige Folgen zu überwinden. Bestenfalls gehen wir aus ihr sogar gestärkt hervor. Es dreht sich also alles um die Frage, wie die psychische Gesundheit gestärkt und erhalten wird und eben nicht darum, was krank macht. Dieser Blickwinkel entspringt übrigens der positiven Psychologie.

Brechen wir das Ganze runter aufs Essenzielle, bleiben zwei zentrale Eckpfeiler übrig: 

  1. Ich verfüge über und habe Zugriff auf meine persönlichen Ressourcen wie Motivation, Hoffnung und Optimismus.
  2. Ich verfüge über soziale Ressourcen wie starke Familienbande, gute Freunde oder vertraute Arbeitskollegen. Ich nutze dieses Netzwerk aktiv, indem ich, je nach Situation, anderen Unterstützung biete oder selbst um Unterstützung bitte.

“Was mich nicht umbringt macht mich stärker”

Dieser Aphorismus bringt es eigentlich schon auf den Punkt. Resilienz ist die Kunst, Krisen nicht aus dem Blickwinkel der Defizitorientierung zu betrachten. Stattdessen wissen wir, aus unser vermeintlichen Misere Chancen herauszufiltern. Leider leben wir immer noch in einer Gesellschaft, die Fehler vornehmlich mit Attributen wie Niederlage, Scham oder ähnlichem gleichsetzt. Das macht es besonders herausfordernd, einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Good to know: Es braucht nicht zwangsläufig einen Rückschlag, um Resilienzvermögen zu trainieren. Herausfordernde positive Erlebnisse, wie z.B. das Erreichen von persönlichen oder beruflichen ambitionierten Zielen oder die Geburt deines Kindes dienen gleichermaßen als Resilienztraining. 

Die 7 Säulen der Resilienz

Kommen wir nun zu den 7 Säulen der Resilienz, die alle Facetten einer resilienten Persönlichkeit en Detail beschreiben. 

AKZEPTANZ. Akzeptieren bedeutet nicht automatisch, dass du mit etwas einverstanden sind. Ohne eine (neue) Situation anzunehmen, können wir aber nicht loslassen. Es ist der erste wichtige Schritt. Vielleicht kennst du passend dazu auch folgenden Spruch? Er hing in meiner alten Wohnung lange am Badezimmerspiegel:

“[Gott/Universum/Leben/Buddha/wasimmerduhiereinfügenmöchtest] gebe mir die Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann, 
Den Mut Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”

SELBSTWIRKSAMKEIT. Es ist wichtig, die Verantwortung für unser eigenes Verhalten zu übernehmen. Somit stärkst du das Gefühl, Schöpferin und nicht Opfer deines eigenen Lebens zu sein. Aus dieser Haltung leitet sich das Konzept der Selbstwirksamkeit ab. Kurz und knackig zusammengefasst steht sie für die Überzeugung, Herausforderungen mit Hilfe deiner eigenen Kompetenzen bewältigen zu können. Manche Menschen haben jedoch tief verwurzelte Glaubenssätze in ihrem System verankert, die ihnen genau das Gegenteil erzählen wollen.  Kennst du das Bild von der Autobahn und dem Trampelpfad? Tiefliegende Verschaltungen in deinem Gehirn können sinnbildlich mit einer Autobahn verglichen werden. Die fährst du morgens und abends auf dem Weg zur Arbeit/nach hause entlang. Du fährst diese Strecke schon so lange, dass du sie wahrscheinlich auch im Schlaf fahren könntest. Die Herausforderung ist es nun, eine neue Route zu finden. Zu Beginn ist das ein Trampelpfad den man kaum als Weg identifizieren kann. Jedes Mal jedoch, wenn du dich für den Trampelpfad und nicht die Autobahn entscheidest, wird der Pfad immer breiter, bis er irgendwann zu einer neuen Autobahn geworden ist. Die alte Autobahn ist stattdessen zu einem mickrigen Trampelpfad verkümmert. 

OPTIMISMUS. Denkst du optimistisch, dann sind in deiner Welt Krisen nur von begrenzter Dauer. Du bist in der Lage, die Herausforderung in einer Situation zu sehen. Dadurch wird übrigens das Belohnungssystem in deinem Gehirn aktiviert. Ganz im Gegensatz dazu, wenn du dich überfordert fühlst. Dann leuchtet das Schmerzzentrum in deinem Gehirn rot auf. Und das willst du sicherlich nicht, oder? Hinweis: Wie jede Eigenschaft hat auch Optimismus einen blinden Fleck, der da lautet: Blauäugigkeit. Optimismus ist wichtig, jedoch gilt es dabei stets realistisch zu bleiben.

LÖSUNGSORIENTIERUNG. Löse im ersten Schritt nicht das Problem, sondern löse dich vom Problem. Soll heißen: Schaffe eine Distanz zu der Situation, mit der du unglücklich bist. Du magst vielleicht ein Problem, haben, aber du bist nicht das Problem. Hast du dies verinnerlicht, ist es viel einfacher, mit einem klaren Kopf Lösungsansätze zu entwickeln. Wusstest du, dass nicht nur dein Gehirn, sondern dein ganzer Körper am Lösungsprozess beteiligt ist? Es lohnt sich also, achtsam nach deinen Körpersignalen zu lauschen. Sie weisen dir den Weg.

SELBSTREGULATION. Klingt etwas abstrakt, besagt jedoch einfach: die Fähigkeit, sich sowohl mental als auch emotional und körperlich ins Gleichgewicht bringen können. Der Trick liegt darin, dass du deine Gedanken von deinen Emotionen separierst, um somit eine Selbst- Identifikation mit negativen Gefühlen wie z.B. Angst zu vermeiden. In diesem Sinne mein Friendly Reminder an dich:

“Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Taten. 
Achte auf deine Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten. 
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. 
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.”

BEZIEHUNGSNETZWERK. Vergiss deine Insta-Community oder deine 500 Facebook-Freunde. Hier geht es um echte, authentische und tiefe Verbindungen mit anderen Menschen. Die sind so heilsam und einfach Gold wert. Ziemlich selbsterklärend, oder?

Last but not least – ZUKUNFTSORIENTIERUNG. Wo hängt der Nordstern an deinem Himmel, der dich durchs Leben navigiert? Unabhängig vom Status quo, sollten wir immer in der Lage sein, an unseren Zielen festzuhalten. Das kreiert Motivation, bündelt Energie und macht es dir überhaupt erst möglich, tatsächliche Erfolgserlebnisse zu haben.

Frag dich doch mal Folgendes: wie ist es um deine Resilienz gestellt? Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe alle Säulen untereinander auf. Nun bewerte, INTUITIV, deine Skills auf einer Skala von 0-100%. Bist du zufrieden mit deiner Resilienz-Bilanz? Gibt es Bereiche, in denen du gerne wachsen würdest?

Wusstest du schon, dass ich am 05.09. meinen nächsten Resilienz-Workshop gebe? Zur Anmeldung musst du mir einfach nur fix eine Mail schreiben.

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Über Gina Raffaela

Gina Raffaela Me-Time Coach & Wellness Beraterin

Schön, dass du da bist! Ich bin Gina Raffaela und und schreibe hier über Themen rund um Persönlichkeitsentwicklung, Selbstfürsorge, Coachingtools und noch vielem mehr. Hier erfährst du mehr über mich.

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